
Welche Farben hätten Sie denn gern?
Foto: SamsungWer sich in Deutschland Smartphones anschaut, sieht meistens Schwarz. Ähnlich wie bei ihren Autos ist die Mehrheit der Deutschen bei der Farbwahl ihres Handys konservativ, entscheidet sich gern für dunkle Töne. Samsung will das ändern, zur Not auch nach dem Kauf des Smartphones – solange es ein Galaxy Z Flip 3 Bespoke Edition ist.
Der koreanische Konzern hatte das faltbare Smartphone im August zusammen mit dem Galaxy Z Fold 3 vorgestellt (Lesen Sie hier mehr zu den beiden Modellen). Während Letzteres mit knapp 1800 Euro weiterhin einer besonders zahlungskräftigen Kundschaft vorbehalten ist, soll das mit einem Startpreis von 1049 Euro für diese Kategorie schon fast günstige Flip einen größeren Kundenkreis ansprechen. Der Schwerpunkt liegt bei diesem Modell, und auch bei der Werbung dafür, eher auf der Eignung als Lifestyle-Objekt, nicht auf der Technik.
Das Kühlschrank-Prinzip
Genau diesen Aspekt soll die am Mittwochnachmittag per YouTube-Livestream vorgestellte Bespoke Edition des Z Flip 3 noch weiter betonen. Bisher hat das Unternehmen unter dem Titel »Bespoke«, also »maßgeschneidert«, in Deutschland Kühlschränke angeboten. Die Personalisierung besteht darin, anstelle der sonst üblichen Gerätefronten in Holzoptik oder Metall solche in selbst gewählten Farbtönen einbauen zu lassen. Gegen Aufpreis natürlich.
Ganz ähnlich soll auch die Personalisierung der Klapphandys erfolgen. Wer ein Galaxy Z Flip 3 Bespoke Edition kauft oder besitzt, soll dessen Look innerhalb gewisser Grenzen selbst wählen können. Zur Wahl stehen laut Samsung 49 Farbkombinationen. Diese setzen sich allerdings aus einer übersichtlichen Palette an Farben zusammen.
»Tausende Farboptionen« geprüft
So hat man beim Gehäuserahmen die Wahl zwischen Schwarz und Silber und kann diesen mit fünf Farbtönen für Front- und Rückseite kombinieren. Die Wahl dieser Farben habe man sich nicht leicht gemacht, heißt es von dem Unternehmen. Von »soziokulturellen Entwicklungen« sowie »aktuellen und künftigen Farbtrends« habe man sich inspirieren lassen, »Tausende Farboptionen« geprüft.
Am Ende dieser für Samsung offenbar sehr aufwendigen Untersuchungen ist eine Farbpalette herausgekommen, die wohl niemanden überraschen wird: Blau, Gelb, Rosa, Weiß und Schwarz.
Der passende Hintergrund
Genau wie die Bespoke-Kühlschränke kann man die mit personalisierten Farbdeckeln bestückten Smartphones allerdings nur auf Samsungs Website im sogenannten »Bespoke Studio« kaufen, in dem man seine Wunschfarben anklickt, eine Vorschau des Endprodukts anschaut und auf »In den Warenkorb« klickt. Ab Werk wird dann auch ein farblich passender Bildschirmhintergrund eingestellt.
Den Preis für das neue Modell gibt Samsung mit 1149 Euro für die Variante mit 256 Gigabyte Speicher an. Das sind exakt 50 Euro mehr als das nicht mit selbst gewählten Farben verzierbare Modell bei Samsung kosten würde. Im Handel hingegen bekommt man die Standardversion ab 999 Euro.
Da wundert es nicht, dass Samsung zur Einführung mit einer Tauschprämie von 200 Euro lockt, wenn man sein Alt-Handy in Zahlung gibt. Bestellungen will der Konzern ab Mittwoch auf seiner Website entgegennehmen. Mit Verweis darauf, dass diese Geräte »eine gesonderte Produktionszeit« benötigen, könne die Auslieferung aber erst fünf bis sechs Wochen nach der Bestellung erfolgen.
Und wenn einem die gewählte Farbkombination dann doch irgendwann langweilig wird, kann man sein Z Flip 3 Bespoke Edition über Samsungs Smart-Repair-Service nachträglich mit neuen Deckeln bestücken lassen. Was das dann kostet, sagt das Unternehmen nicht, erklärt nur: »Bitte informiere dich über den Preis, wenn du eine Reparatur in Auftrag gibst«.
Galaxy Z Flip3 Bespoke Edition: Samsung verziert Klapphandys wie Kühlschränke - DER SPIEGEL
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