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Thursday, January 26, 2023

2023 BU: Asteroid kommt der Erde näher als Satelliten - Spektrum.de

2023 BU: Asteroid kommt der Erde näher als Satelliten

Näher kann man der Erde kaum kommen, ohne sie zu treffen. Auf lediglich rund 3600 Kilometer nähert sich dieser Asteroid heute Nacht dem Planeten. Es besteht aber keine Gefahr.

Der Asteroid 2023 BU kommt in der Nacht zum Freitag der Erde so nah, wie es eben geht, ohne sie zu treffen. In nur rund 3600 Kilometer Höhe wird der Brocken um halb zwei Uhr nachts deutscher Zeit die Südspitze Südamerikas passieren – das ist lediglich etwa ein Zehntel der Entfernung zu Wetter- und Kommunikationssatelliten auf geosynchronen Umlaufbahnen. Laut einer Analyse durch das NASA-System »Scout« zur Einschätzung der Gefahr durch erdnahe Asteroiden besteht keine Gefahr, dass 2023 BU die Erde tatsächlich trifft. Und selbst wenn, wäre der Brocken harmlos – mit seinem geschätzten Durchmesser von 3,5 bis 8,5 Metern würde er fast vollständig in der Atmosphäre verglühen.

Weil das gute Stück so klein ist, wurde der Asteroid 2023 BU auch erst vor wenigen Tagen entdeckt. Am 21. Januar spürte ihn der russische Amateurastronom Gennadi Borisow am Himmel auf, in den Folgetagen beobachteten ihn andere Observatorien ebenfalls, so dass seine Bahn genau genug bestimmt werden konnte, um einen Einschlag auf der Erde auszuschließen. Borisow ist bekannt als Entdecker des etwas spektakuläreren Objekts 2I/Borisov, einem interstellaren Kometen, der 2019 im Sonnensystem auftauchte. Seine neue Entdeckung dürfte dagegen nur wenig Aufsehen erregen.

Umgekehrt hat die enge Begegnung mit der Erde für BU 2023 jedoch dramatische Folgen. Die Schwerkraft des Planeten ändert seine Bahn deutlich – der Asteroid führt quasi ein unfreiwilliges Swing-by-Manöver durch. Bisher umrundete der Asteroid die Sonne in 359 Tagen auf einem beinahe kreisförmigen, erdähnlichen Orbit. Nach der Begegnung wird er laut den Berechnungen von Fachleuten der NASA auf einer elliptischen Bahn kreisen, deren entferntester Punkt von der Sonne etwa auf halber Strecke zwischen den Bahnen von Erde und Mars liegt. Ein Umlauf wird dann 425 Tage dauern.

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Tuesday, January 24, 2023

So ist "grüne Komet" aus RLP sichtbar - SWR Aktuell

Der "grüne Komet" war zuletzt vor über 50.000 Jahren von der Erde aus sichtbar. Mit etwas Glück können wir dieses für uns einmalige Ereignis zurzeit am Sternenhimmel bewundern.

☄️Wann sehe ich den Kometen am besten?

Die besten Chancen auf den Kometen gibt's in der letzten Januar-Woche und in den ersten Tagen im Februar. Am besten sieht man ihn dann ab 22 Uhr.

Ab Februar gibt es dann aber ein Problem: der Vollmond. "Er kommt mit seinem Licht in die Quere und überstrahlt den lichtschwachen Kometen", erklärt Uwe Gradwohl von SWR Wissen.

☄️Von wo kann ich den Kometen am besten sehen?

"Am besten aus richtig nachtdunklen Gebieten", sagt Uwe Gradwohl. In Rheinland-Pfalz ist das zum Beispiel im Pfälzerwald, im Hunsrück und in der Eifel der Fall - überall dort, wo es kaum Siedlungen gibt, die für Lichtverschmutzung sorgen. Gute Spots zum Sternen- und Komet-Gucken sind der Donnersberg in der Nordpfalz, der Hohe List in der Vulkaneifel, der Schmalenberg bei Kaiserslautern oder die Burgruine Lindelbrunn im Pfälzerwald.

☄️Wo am Himmel sehe ich den Komenten am besten?

Der Blick muss in Richtung Norden sein. Dort muss man zwei Sternbilder suchen. Das eine ist der große Wagen, den kennen sicher viele. Das andere ist Kassiopeia. "Es wird auch das Himmels-W genannt, weil fünf Sterne sehr auffällig wie der Buchstabe W am Himmel angeordnet sind", erklärt Uwe Gradwohl von SWR Wissen. Zwischen diesen beiden Sternbildern kann man den Kometen entdecken: "Dort muss man nach einem etwas verwaschen ausschauenden Stern gucken – das ist der Komet!"

Zwischen den Sternbildern Großer Wagen und Kassiopeia kann man den "grünen Kometen" entdecken (Foto: SWR)

☄️Wie sieht der Komet am Himmel aus?

"Er wirkt wie ein verwaschenes Sternfleckchen am Himmel", beschreibt Uwe Gradwohl den Kometen. Es ist nämlich schwierig, den Kometen von anderen Sternen zu unterscheiden. "Es ist nicht so, dass einem da ein Riesenschweif, farbenprächtig ins Auge springt." Deshalb kann es helfen, mit einem Fernglas nach dem Kometen Ausschau zu halten.

Die Fotos, die man von dem Kometen kennt, sind mit einer Langzeitbelichtung der Kamera gemacht. "Da kann das menschliche Auge nicht mithalten", sagt Gradwohl.

☄️Wie soll das Wetter werden? Kann ich den Kometen überhaupt sehen?

Das Wetter könnte dem Kometen-Schauen leider einen Strich durch die Rechnung machen. In den kommenden Tagen (Stand 24. Januar) soll es ziemlich bewölkt sein, sodass nachts kein oder kaum ein klaren Sternenhimmel zu sehen sein wird.

So wird das Wetter bei Ihnen zuhause:

☄️Warum hat der Komet so einen komischen Namen?

Der "grüne Komet" heißt offiziell C2022 E3 ZTF. Uwe Gradwohl von SWR Wissen hat das entschlüsselt: "Die 2022 benennt das Entdeckungsjahr. Das C vornedran steht für den Kometentyp. Danach folgt ein Buchstabe, der den Halbmonat bezeichnet, in dem der Komet entdeckt wurde. Die beiden Hälften des Januar sind die Halbmonate A und B, die des Februars C und D. Und das E in C2022 E3 bedeutet also, dass der Komet der dritte war, der in der ersten Märzhälfte entdeckt wurde. Das Kürzel ZTF am Schluss ist das Namenskürzel für ein Teleskop in den USA, das den Himmel ständig automatisiert durchmustert und neben vielen anderen auch diesen Kometen gefunden hat."

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«James Webb»-Teleskop liefert Daten zu ferner Eiswolke - FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung

Mit dem Weltraumteleskop «James Webb» hat ein Forscherteam eine etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernte Molekülwolke erkundet. Neben einfachen Eismolekülen wie Wasser gebe es dort gefrorene Formen von Molekülen wie Kohlendioxid, Ammoniak und Methan bis hin zum komplexen organischen Molekül Methanol, teilte das Max-Plank-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching mit.

Ein Lichtjahr entspricht der Strecke, die Licht in einem Jahr zurücklegt: 9,46 Billionen Kilometer.

Solche gefrorenen Moleküle sind dem Institut zufolge für die Entstehung eines bewohnbaren Planeten von entscheidender Bedeutung: Sie enthalten mehrere Elemente, die zentrale Bestandteile von Planetenatmosphären und von Substanzen wie Zucker, Alkoholen und einfachen Aminosäuren sind. Durch Einschläge von eisigen Kometen oder Asteroiden seien solche Elemente vermutlich einst auch auf die Erde gelangt.

Das «James Webb»-Teleskop wurde gemeinsam von den Weltraumbehörden in Europa (Esa), den USA (Nasa) und Kanada (CSA) gebaut und startete Ende 2021 an Bord einer Ariane-Trägerrakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All - nachdem es zuvor Kostenexplosionen und immer neue Verschiebungen gegeben hatte. Im Sommer 2022 waren die ersten Aufnahmen des Teleskops veröffentlicht worden und hatten die bislang tiefsten und detailreichsten Einblicke in den Weltraum geliefert.

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Monday, January 23, 2023

Seltener Grüner Komet in NRW sichtbar – wann und wo? - 24RHEIN

Im vergangenen Jahr wurde der Komet C/2022 E3 entdeckt. Nun kann man ihn auch von der Erde aus sehen, mit etwas Glück sogar mit bloßem Auge.

Köln – Wenn ein Komet von der Erde aus sichtbar ist, ist das nicht nur für Astronomen ein besonderes Ereignis: Viele Himmelskörper sind nur einmal in zigtausenden Jahren nah genug, damit man sie erkennen kann. So auch bei dem Komet C/2022 E3, der bald auch von NRW aus sichtbar sein wird – auch ohne Hightech-Teleskop.

Zuletzt war der Komet laut Berechnungen vor 50.000 Jahren in vergleichbarer Nähe, da lebten auf der Erde noch die Neandertaler. Was für einen besonders atemberaubenden Anblick sorgen könnte: Der Komet erscheint grün, und ist mit etwas Glück auch mit bloßem Auge zu erkennen.

  • Wann kann man den Kometen am besten sehen? – Mitte bis Ende Januar
  • Wo kann ich den Kometen am besten sehen? – Wichtig: lichtarmer Ort, also am besten etwas außerhalb großer Städte und von Erhebungen aus
  • Ab wann ist der Komet gar nicht mehr sichtbar? – Mitte Februar

Grüner Komet in NRW: So sehen Sie ihn

Der Komet wird auch in Nordrhein-Westfalen sichtbar sein: „Wo in Deutschland, oder sogar wo in Mitteleuropa man sich dabei aufhält, ist dabei ziemlich egal“, erklärt Sven Melchert von der Vereinigung der Sternfreunde e.V. gegenüber 24RHEIN. Doch auch wenn die Region unerheblich für die Sichtbarkeit ist, der genaue Standort ist es nicht: Städte mit ihren Lichtern sind aufgrund des aufgehellten Himmels für das Betrachten schlechter geeignet. Heißt: Erhebungen bieten sich an und Bereiche, die ein wenig abseits großer Städte liegen. In eher ländlichen Gebieten wie im Sauerland oder am Niederrhein lässt sich der Komet sicher gut am Himmel ausmachen.

Gute Witterungsbedingungen sind dabei wichtig: „Das funktioniert natürlich nur bei klarem Himmel, also wenn man die Sterne sehen kann, dann funktioniert das auch mit dem Kometen“, so Melchert. „Man muss aber dazu sagen: Das ist kein so prachtvoller Komet, wie beispielsweise der Komet Neowise aus dem Sommer 2020“. Ähnlich beschreibt es der Kometenfotograf Michael Jäger gegenüber der Frankfurter Rundschau: „Freisichtig wird der Komet maximal unter einem dunklen Gebirgshimmel, von urbanen Bereichen benötigt man in jedem Fall ein kleines Fernrohr“. Dafür hat der Himmelskörper eine andere Besonderheit: Er schimmert grünlich.

Warum ist der Komet grün?

Kometen können für das menschliche Auge in verschiedenen Farben erscheinen. Die Farbe wird dabei jeweils von den chemischen Elementen bestimmt, aus denen der verglühende Himmelskörper besteht. Für ein gelbliches Licht sorgt beispielsweise ein hoher Eisengehalt des Felsbrockens. Ein hoher Calcium-Anteil lässt den Feuerball violett erscheinen.

Der grüne Schimmer beim grünen Kometen stammt vom Molekül Dicarbon. Kommt der Komet der Sonne nah, sorgt die UV-Strahlung dafür, dass die mit Eis und Staub vermischten Verbindungen zerstört werden. Der dabei entstehende Dikohlenstoff breitet sich dann in der Gashülle des Kometen aus. Im Licht der Sonne erscheint der Dunst um den Kometen herum grün.

Dass der Komet aktuell noch nur in Gebirgsregionen ohne Fernrohr zu sehen ist, liegt auch daran: Laut einer Studie von Wissenschaftlern aus Europa und Nordamerika, zu denen unter anderem Christopher Kyba von der Ruhruniversität in Bochum gehört, nimmt die Lichtverschmutzung am Himmel immer stärker zu. Der Himmel über Europa werde laut den Forschern jedes Jahr um 6,5 Prozent heller. Das habe zur Folge, dass die Menschen immer weniger Sterne am Himmel beobachten könnten. Gleiches gelte für Himmelskörper wie den grünen Kometen.

Was braucht man, um den grünen Kometen zu sehen?

Mit einem handelsüblichen Fernglas ist der Komet beinahe die ganze Zeit über sichtbar. Auch ein einfaches Teleskop hilft. Gegen Ende Januar kann der Himmelskörper mit etwas Glück gar mit bloßem Auge gesehen werden.

Grüner Komet: Wann ist der bester Zeitpunkt für die Beobachtung?

„Die beste Sichtbarkeitszeit beginnt nach Mitte Januar, wenn der Komet heller als 7 mag ist und der abnehmende Mond den Himmel immer weniger aufhellt“, wie das Haus der Astronomie am Max-Planck-Institut erklärt. Die Abkürzung „mag“ steht für „magnitudo“, ein Maß zur Messung von Helligkeit. Die Einheit verhält sich dabei negativ zur Helligkeit, je geringer also der mag-Wert, desto heller erscheint der Körper, auf den er sich bezieht.

Der optimale Zeitpunkt zur Beobachtung wird wohl kurz vor Ende Januar sein. Der Komet hat dann mit voraussichtlich ca. 5,5 mag fast sein Maximum erreicht. Zum Vergleich: Sterne mit einer Helligkeit von sechs mag sind unter guten Bedingungen gerade noch so mit dem bloßen Auge als Lichtpunkt erkennbar. Der Komet befindet sich Ende Januar unweit des nördlichen Himmelspols und ist somit die ganze Nacht über zu sehen, so das Haus der Astronomie.

Ein Aspekt ist für die Sichtbarkeit wichtig: das Mondlicht. Deshalb ist ein weiteres Phänomen für Astronomie-Fans sehr vorteilhaft: Denn der Mond geht Ende Januar in der zweiten Nachthälfte unter. Mit etwas Glück sorgt das für besonders spektakuläre Bilder vom grünen Kometen.

Grüner Komet auch mit bloßem Auge erkennbar

„Die maximale Helligkeit von 5,5 mag ist für einen Kometen durchaus bemerkenswert, unter sehr dunklem Himmel wird man ihn vielleicht sogar mit bloßem Auge erkennen können“, wie das Institut erklärt. Dafür muss man jedoch schon genau wissen, wo man ihn am Himmel findet. Aufsuchkarten können dabei Abhilfe schaffen.

Doch wer den Zeitraum Ende Januar verpasst, hat trotzdem noch eine Chance. Gerade in der zweiten Februarwoche könnten Spätentschlossene noch einen Versuch wagen: C/2022 E3 ist dann noch etwa 6 mag hell. Bis Mitte Februar bleibt damit die Möglichkeit, den Kometen zu sehen – wenn auch nur noch mit Hilfsmitteln: „Danach beträgt die Helligkeit des Kometen nur noch 7 mag und seine Zeit als ‚Fernglaskomet‘ geht zu Ende“, erklärt das Haus der Astronomie. Von der ersten Entdeckung bis zum Verschwinden in den Weiten des Universums ist dann etwa ein Jahr vergangen.

Astronomie: Grüner Komet erstmals 2022 entdeckt

Am 2. März 2022 entdeckte die „Zwicky Transient Facility“ zum ersten Mal den Kometen C/2022 E3, wie aus einer Mitteilung des Hauses für Astronomie des Max-Planck-Instituts hervorgeht. Dementsprechend trägt der Himmelskörper das Kürzel „ZTF“. Zu diesem Zeitpunkt war der ZTF noch 4,3 Astronomische Einheiten (AE) von der Erde entfernt.

Entdeckungszeitpunkt 2. März 2022
Entdecker Zwicky Transient Facility am Palomar-Observatorium
Geringste Entfernung zur Sonne (Perihel) 1,112 AE
Neigung der Bahnebene 109,2 Grad
Orbittyp hyperbolisch

Eine AE entspricht nämlich dem mittleren Abstand zwischen Erde und Sonne – etwa 150 Millionen Kilometer. Bis zum ersten Februar wird der Himmelskörper bereits eine große Entfernung zurückgelegt haben. Mit einer Entfernung von 0,28 AE (rund 42 Millionen Kilometer) erreicht er dann nämlich die kleinste Entfernung zur Erde. (mg) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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Ähnliche Erdbeben, unterschiedliche Wellen: Erdkern ändert Drehsinn - Tagesspiegel

Unterschiede bei der Tageslänge der Weltzeit und beim Magnetfeld der Erde könnten mit Schwankungen der Rotationsgeschwindigkeit des inneren Erdkerns zusammenhängen. Chinesische Forscher haben bei der Auswertung der Laufzeiten von Erdbebenwellen einen Schwankungszyklus von etwa sieben Jahrzehnten entdeckt.

Während der Erdkern zwischen 1980 und 2000 minimal schneller rotierte als der Erdmantel, ist dieser Unterschied seitdem kleiner geworden und könnte zu einer minimal langsameren Rotation führen. Die Studie von Yi Yang und Xiaodong Song von der Peking University in China ist im Fachmagazin „Nature Geoscience“ erschienen.

In der Wissenschaft wird zwischen einem festen inneren Kern und einem flüssigen äußeren Kern der Erde unterschieden. Die Flüssigkeitsbewegungen im äußeren Erdkern erzeugen das Magnetfeld der Erde, das einen Großteil der gefährlichen kosmischen Strahlung vom Erdboden abhält. Im Erdinneren treibt das Magnetfeld die Rotation des inneren Erdkerns an.

Die Schwerkraft des Erdmantels allerdings bremst die Eigenrotation des inneren Kerns. „Ein kleines Ungleichgewicht zwischen dem elektromagnetischen und dem Gravitations-Drehmoment reicht aus, um die hier beobachtete Rotation des inneren Kerns zu ändern“, schreiben die Forscher.

Ein Zyklus von etwa sieben Jahrzehnten

Yang und Song werteten sogenannte seismische Dubletten aus: Das sind Aufzeichnungspaare von Erdbeben ähnlicher Stärke an fast demselben Ort in verschiedenen Jahren. Die Dubletten aus den Jahren 1995 bis 2020 stammten von acht verschiedenen seismologischen Stationen, die Erdbeben registrierten, deren Wellen zumindest ein Stück weit durch den Erdkern liefen. Außerdem konnten sie teils analoge Aufzeichnungen der College Station in Alaska (USA) auswerten, die von 1964 bis 2021 Erdbeben auf den Südlichen Sandwichinseln im Südatlantik registrierten.

Die Studienautoren verglichen die Wellenformen der in verschiedenen Jahren aufgezeichneten ähnlichen Erdbeben miteinander. Sie stellten fest, dass bei den Dubletten aus den Jahren 1995 bis 2008 die Wellen erheblich voneinander abwichen, während es zwischen den Wellen der Dubletten von 2009 bis 2020 eine große Übereinstimmung gibt. Daraus folgern die Forscher, dass sich die Rotation des Erdkerns gegenüber der übrigen Erde in den letzten Jahren kaum verändert hat. Auch die Laufzeitunterschiede zwischen Wellen desselben Erdbebens, die nur durch den äußeren Kern laufen und Wellen, die sich auch durch den inneren Kern bewegen, weisen in diese Richtung.

Die Daten der College Station in Alaska deuten darauf hin, dass es Anfang der 1970er Jahre eine Zeit mit ähnlichen Messwerten wie heute gab. Mitte der 1960er Jahre war die Rotationsgeschwindigkeit des Erdkerns womöglich etwas geringer als die des Erdmantels. Ab Mitte der 1970er Jahre nahm sie dann zu. Yang und Song sehen deshalb den Zeitraum zwischen 1971 bis 1973 als einen Wendepunkt und den Zeitraum zwischen 2009 bis 2011 als einen weiteren Wendepunkt an. Ergänzt man die fehlenden Messwerte vor 1964 entsprechend dem zu erkennenden Trend, dann kommt man auf einen Zyklus von etwas mehr als sieben Jahrzehnten.

„Diese multidekadische Periodizität fällt mit Änderungen mehrerer anderer geophysikalischer Beobachtungen zusammen, insbesondere der Tageslänge und des Magnetfelds“, schreiben die Studienautoren. Sie glichen den gefundenen Zyklus mit den Werten für die Tageslänge der Weltzeit ab.

Die Weltzeit ergibt sich aus der Erdrotation und sie kann in der Größenordnung von einer Tausendstel Sekunde von der gleichförmigen Zeit abweichen, die mit Atomuhren gemessen wird. Die Schwankungen der Tageslänge stimmen recht gut mit den Schwankungen bei der Rotation des inneren Erdkerns überein. Auch für die Veränderungen beim Erdmagnetfeld fanden die Forscher vergleichbare Trends.

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ESA-Jahrespressekonferenz: Große Ambitionen und reale Probleme | tagesschau.de - tagesschau.de

Stand: 23.01.2023 17:24 Uhr

Eismonde des Jupiter erforschen und "dunkle Materie" untersuchen: Die europäische Weltraumorganisation ESA hat große Pläne - aber auch einige Probleme, wie auf der Jahrespressekonferenz klar wurde.

Von Carolin Dylla, ARD-Studio Paris

"Juice" und "Euklid" - so heißen zwei der wohl ambitioniertesten Projekte der Europäischen Weltraumagentur ESA für 2023. Bei "Juice" geht es darum, drei Monde des Jupiter zu erforschen: nämlich Ganymed, Callisto und Europa.

"Die haben eine sehr dicke Eisschicht und eine sehr tiefe Ozeanschicht. Ganymed hat wahrscheinlich einen Felskern, aber das wissen wir noch nicht genau. Während Europa wiederum wahrscheinlich einen Eiskern unter dem Wasser hat. Das sind Annahmen, die wir heute haben - die wir aber noch bestätigen müssen", sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher bei der Jahrespressekonferenz in Paris und ergänzt: "Das ist so spannend herauszufinden, wie diese Eismonde aufgebaut sind und ob die bewohnbar gewesen wären." Der Start der "Juice"-Mission ist für April geplant.

Den Klimawandel besser verstehen

Das zweite Projekt - "Euklid" - ist ein Weltraum-Teleskop, das sogenannte "dunkle Materie" und "dunkle Energie" erforschen soll. Das Teleskop soll Anfang des Sommers vom US-amerikanischen Weltraum-Bahnhof Cape Canaveral aus ins All starten.

Auch das Erdbeobachtungsprogramm der ESA wird 2023 weiterhin eine zentrale Rolle spielen: mit einer neuen Generation von Satelliten, wie zum Beispiel der Sonde "EarthCare". Die so gesammelten Daten könnten am Ende helfen, Wettervorhersagen präziser zu machen - und nicht zuletzt den Klimawandel besser zu verstehen.

"Wir als ESA führen Missionen durch. Wir bauen Satelliten und bringen diese ins All - und wir verteilen die Daten an die, die sie brauchen: an Forschende, die daraus Modelle erstellen. Aber auch an die Bürger, die dadurch erfahren, ob die Luft verschmutzt ist oder nicht", sagt Simonetta Cheli, Direktorin der Erdbeobachtung bei der ESA.

Problem: Trägerraketen fehlen

Die ehrgeizigen Projekte der ESA treffen aber weiterhin auf ein großes Problem: die Krise im Sektor der Trägerraketen. 2023 sollen die letzten beiden Flüge der "Ariane 5" starten - und die ESA hat große Schwierigkeiten, eine Nachfolge an den Start und ihre Technik ins All zu bringen.

ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher nennt drei Hauptgründe für die Schwierigkeiten: "Das eine ist natürlich der Krieg in der Ukraine, durch den wir den Zugang zu den russischen "Sojus"-Raketen verloren haben. Das andere ist die Verzögerung bei "Ariane 6" und der neuerliche Fehlstart von "Vega C". Wir müssen stärker aus dieser Krise herauskommen."

"Vega C" ist eine neue Transportrakete und die Nachfolgerin der "Vega"-Rakete, die seit 2012 leichte Satelliten ins All bringt. Erst im vergangenen Dezember war ein Flug der "Vega C" gescheitert.

Eines der wichtigsten Ziele der ESA ist es, Europa unabhängiger zu machen, was den Zugang zum Weltraum betrifft. Dieses Ziel ist sowohl ein wirtschaftliches als auch ein politisches. Eines, das auch der deutsch-französische Ministerrat nochmal hervorgehoben hatte.

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Sunday, January 22, 2023

3DMark Time Spy Demo in Full HD mit 4090 - ComputerBase

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One UI 5.1: Samsung kündigt Update-Start für ältere Galaxy-Smartphones an, los geht es u.a. mit Galaxy S20, S21 und S22 - Notebookcheck.com

Nachdem es vor wenigen Tagen bereits inoffizielle Informationen zum Rollout von Samsungs One UI 5.1 für die ersten Modelle jenseits der ne...