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Tuesday, August 10, 2021

Glitchpunk angespielt: GTA 2 in der Cyber-Zukunft - Golem.de - Golem.de

Wenn Rockstar kein neues Grand Theft Auto macht, dann halt jemand anders. Golem.de war als Android in den Straßen von Glitchpunk unterwegs.

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Artwork von Glitchpunk
Artwork von Glitchpunk (Bild: Daedalic Entertainment)

Das Auf und Ab der Straßenschluchten und Häuserdächer kommt uns sehr bekannt vor: Ein paar Augenblicke in Glitchpunk reichen aus, um Erinnerungen an die beiden ersten Grand Theft Auto zu wecken - die extrem offensichtlichen Vorbilder.

Glitchpunk schickt uns in eine düstere Welt, in der wir ähnlich wie in GTA 2 mit Vehikeln durch eine Großstadt jagen, Aufträge erledigen und Chaos anrichten.

Ein Unterschied zum Klassiker von Rockstar Games: Wir steuern keinen Menschen, sondern einen weiblichen oder männlichen Androiden namens Texas.

Der hat eine kleine Macke - einen Glitch. Das ermöglicht ihr oder ihm, sich gegen seine eigentliche Programmierung aufzulehnen. Das ist dann Teil der Handlung, mit der wir uns in den ersten drei Stunden beim Anspielen nicht wirklich beschäftigt haben.

Dass die Hauptfigur ein Androide ist, bedeutet auch: Ähnlich wie in Cyberpunk 2077 können wir Passanten oder Gegner hacken. Dazu drücken wir eine Taste, dann sehen wir mit einem Klick auf die jeweilige Person alle Optionen.

Beispielsweise können wir eine Art Todestimer in Gang setzen oder ein paar Credits vom virtuellen Bankkonto abbuchen.

Die meiste Zeit haben wir mit simplen, aber motivierenden Aufträgen verbracht. Wir sollten feindliche Androiden mit unserer Schusswaffe zerstören, ein Auto klauen und sicher in eine Werkstatt bringen oder eine Gang infiltrieren.

Wenn wir Zivilisten töten oder den Cops in die Quere kommen, wird der Fahndungslevel aktiviert, und wir müssen so lang überleben, bis die Lage sich wieder beruhigt hat.

Momentan können wir das in einer Stadt namens New Baltia, später kommen noch futuristische Versionen von Moskau, Tokio und Außenbezirke in Texas dazu.

Gelegentlich sieht das Spiel ganz schick aus, etwa wenn die Von-Oben-Kamera durch Lichtreklamen fährt. Davon abgesehen, wirkt die Grafik aber detailarm und grobpixelig. Auch nicht so schön ist die düstere und immer irgendwie künstliche Farbgebung.

  • Wie in GTA 2 sehen wir die Action in Glitchpunk immer von oben. (Bild: Daedalic Entertainment / Screenshot: Golem.de)
Wie in GTA 2 sehen wir die Action in Glitchpunk immer von oben. (Bild: Daedalic Entertainment / Screenshot: Golem.de)

Glitchpunk erscheint am 11. August 2021 über Steam im Early Access. Entwickler ist ein polnisches Studio namens Dark Lord, Publisher ist Daedalic Entertainment aus Hamburg. Informationen über den Preis lagen bei Redaktionsschluss dieses Beitrags noch nicht vor.

Momentan ist der Titel nur für Windows-PC angekündigt, eine Umsetzung für andere Plattformen dürfte keine große Herausforderung für die Entwickler sein - Gamepad-Steuerung ist bereits verfügbar.

Ersteindruck

Einige der wichtigsten Elemente in Glitchpunk finden wir gelungen: Die Steuerung macht Spaß - auch wenn beim Fahren ein wenig Übung nötig ist, damit man elegant um Kurven kommt. Die Action ist schick in Szene gesetzt, sogar die Handlung macht einen interessanten Eindruck.

Auf Dauer stört uns die düstere Farbgebung, meist in Grün - stellenweise haben wir den Eindruck, ständig durch ein Nachtsichtgerät zu schauen. Dazu kommen kleinere Probleme wie gelegentliche Ruckler und ein unausgeglichener Schwierigkeitsgrad. Mal klappt eine Mission auf Anhieb, dann auch im fünften Anlauf nicht.

Allerdings darf das momentan noch so sein, schließlich startet Glitchpunk im Early Access. Langfristig stellt sich für uns die Frage, wie die weiteren Kapitel werden, und wie viele Extras und versteckte Details sich in den Tiefen der Welt verstecken. Ein Klassiker wie GTA 2 wird das Programm vermutlich nicht, aber Fans dieser speziellen Art von Spiel sollten einen Blick riskieren.

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